Schulung zur autonomen und manuellen Bedienung in Lauenburg/Elbe

Derzeit wird in vielen Ländern automatisiertes Fahren mit Kleinbussen innerhalb von Pilot- und Testprojekten erprobt. Beim autonomen Fahren übernimmt das System sämtliche Fahrbefehle vom Start bis zum Ziel selbstständig. Zum aktuellen Zeitpunkt gibt es in Deutschland jedoch noch keinen Anwendungsfall auf öffentlichen Straßen, bei dem Shuttle-Busse ohne Begleitpersonal unterwegs sind. Das Begleitpersonal, auch Operator*in genannt, begleitet das Fahrzeug aus Sicherheitsgründen und greift falls notwendig manuell in die Steuerung ein. Die Fahrzeuge fahren auf vorher einprogrammierten Strecken entlang eines Referenzpfades/-schlauches. Muss das Fahrzeug diesen Pfad verlassen (z. B. aufgrund eines falsch parkenden Pkw), greift das Begleitpersonal manuell ein und fungiert für diesen Moment als Fahrer. Mittels einer Steuerungseinheit (z. B. Joystick, Konsole) kann die vordefinierte Strecke verlassen und ein spontanes Hindernis umfahren werden.

Liss Böckler und Julia Wolf der Interlink GmbH wurden im Rahmen einer Schulung durch den Fahrzeughersteller NAVYA als Operatorinnen für automatisierte Shuttles ausgebildet. Der Einsatzbereich umfasst den Betrieb des Autonom Shuttle des französischen Herstellers. In der dreitägigen Schulung wurden die Grundlagen zur Bedienung, Wartung und Technik erläutert. Außerdem ging es auf die Strecke des Projektes TaBuLa (Testzentrum für automatisiert verkehrende Busse im Kreis Herzogtum Lauenburg). Derzeit laufen in Lauenburg/Elbe noch die Test- und Erprobungsfahrten mit dem automatisiert fahrenden Shuttle. Die Fahrgastmitnahme wird noch im Herbst 2019 realisiert.

Das Forschungsprojekt untersucht den Einsatz von automatisiert fahrenden Kleinbussen im öffentlichen Personennahverkehr, insbesondere im ländlichen Raum und wird vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) gefördert. Zu den Projektpartnern gehören die Technischen Universitäten Berlin und Dresden, die Ostprignitz-Ruppiner Personennahverkehrsgesellschaft sowie die Regionalentwicklungsgesellschaft Nordwestbrandenburg. Unterstützend sind neben dem IGES Institut zudem der Landkreis Ostprignitz-Ruppin, das Unternehmen Hüffermann Transportsysteme und das Büro autoBus eingebunden.

Das Forschungsprojekt untersucht den Einsatz von automatisiert fahrenden Kleinbussen im öffentlichen Personennahverkehr, insbesondere im ländlichen Raum und wird vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) gefördert. Zu den Projektpartnern gehören die Technischen Universitäten Berlin und Dresden, die Ostprignitz-Ruppiner Personennahverkehrsgesellschaft sowie die Regionalentwicklungsgesellschaft Nordwestbrandenburg. Unterstützend sind neben dem IGES Institut zudem der Landkreis Ostprignitz-Ruppin, das Unternehmen Hüffermann Transportsysteme und das Büro autoBus eingebunden.

Mehr Informationen zum Projekt

Operator*innen-Schulung mit dem TaBuLa-Shuttle in Lauenburg/Elbe | Bildrechte: Büro autoBus